Browse Author: Peggy Kopkow

5 Gründe, warum das richtige Einarbeiten von neuen Mitarbeitern unternehmenskritisch ist

Können Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitstag erinnern? Als Sie die oder der Neue waren und das erste Mal Ihren neuen Arbeitsplatz betraten? Ich kann mich noch ganz gut daran erinnern. Und es war doch irgendwie chaotisch und unstrukturiert. Oder vielleicht haben Sie auch schon mal eine Einarbeitung „aufgedrückt“ bekommen und waren überfordert? So oder so, eine Begleitung ist notwendig. Sei es virtuell, klassisch verschriftlicht oder als Person. Willkommen zum ersten Teil der Artikelserie „Einarbeiten und Wissen“.

Für viele Arbeitgeber ist mit dem Unterschreiben des Arbeitsvertrages das Thema Neuanstellung beendet. Dabei startet erst jetzt der Einarbeitungs- und Integrationsprozess. Richtiges Onboarding ist ein wichtiger Punkt, um ein schlagfertiges Team zur Realisierung Ihrer Ziele zur Verfügung zu haben. Ein gelungener Einarbeitungsprozess ist daher enorm wichtig. Jedoch wird er viel zu häufig vernachlässigt. Aber warum?

  • Zu viel Zeit und Aufwand.
  • Kein standartisierter Umgang mit dem Sichern von Wissen.
  • Kein Einarbeitungskonzept.
  • Die Idee des „Learning by doing“. #autsch

Dabei liegt es doch eigentlich auf der Hand. Neue Mitarbeiter, welche nicht korrekt eingearbeitet wurden, können den Qualitätsmaßstäben des Teams oder des Unternehmens nicht stand halten. Sie werden lange brauchen, um sich in den internen Prozessen und Abläufen zurechtzufinden. Und sie werden Fehler machen, die wahrscheinlich schon zuvor einige Male gemacht wurden. Ist das nötig?

5 Gründe für richtiges Onboarding

Ihre Mitarbeiter bestimmen Ihren Unternehmenserfolg!

Ob Sie es wollen oder nicht. Sie sind abhängig von Ihren Mitarbeitern. Ein Team kann nur so stark sein, wie sein schwächstes Mitglied. Bemühen Sie sich nicht um einen gelungenen Einarbeitungsprozess, werden Sie das bald zu spüren bekommen. Wiederkehrende Fehler, unnötige Fragen, Missverständnisse. All das wird die Effizienz Ihrer Arbeit mindern.

Fehlendes Wissen senkt die Produktivität und schwächt Ihr Team!

Stellen Sie sich doch einmal vor, dass jede Frage immer nur ein Mal aufkommt, beantwortet und abgespeichert wird. Jeder Mitarbeiter hat Zugriff auf die Lösung und muss keine weitere Energie investieren. Es kann all zur Verfügung stehende Zeit und Kraft auf „Neues“ verwendet werden. Doch leider wird das Rad immer und immer wieder neu erfunden. Besonders schlecht eingearbeitete Mitarbeiter und Unternehmen ohne standartisierten Umgang mit Wissen werden immer wieder Kapital in gleiche Fragen und gleiche Antworten investieren.

Spannungen zwischen den Mitarbeitern kosten das Team und Unternehmen Zeit!

Im Arbeitsalltag herrscht häufig Zeitdruck. Zeit ist knapp. Budget auch. Und jeder Mitarbeiter versucht natürlich im entsprechendem Zeitfenster seine Aufgaben zu erledigen. Und dann schwebt es über den Mitarbeitern. Das Schwert des Damokles. Irgdendwer muss zusätzlich zum Alltagsgeschäft noch irgendwie den neuen Mitarbeiter einarbeiten. Wie soll das nur gehen? Das führt automatisch zu Mitarbeiterkonflikten, welche mit einem entsprechenden Onboardingkonzept nicht der Rede wert wären.

Einsatzbereitschaft und Motivation sinkt, wenn Mitarbeiter nicht integriert sind!

Don Quijote, welcher gegen Windmühlen kämpft. Der Vergleich ist vielleicht etwas überzogen 🙂 , jedoch kann ich mich noch gut an die Einarbeitungszeit erinnern. Die ersten Fragen gehen leicht von der Lippe. Muss man dann aber das x-te Mal beim Kollegen anklopfen und eine Frage zum Ablauf, Zuständigkeit oder was auch immer stellen, wird es unangenehm. Hält dieses Unwohlsein an, wird jeder neue Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz und seine Arbeit hinterfragen.

Wiederkehrender Mitarbeiterverlust verursacht hohe Kosten!

Nicht ohne Grund lösen sich zahlreiche Arbeitsverträge innerhalb der Probzeit wieder auf. Und das kostet viele Unternehmen eine Menge Kapital. Denn nach der Kündigung geht der Neubesetzungsprozess wieder von vorn los. Ausschreibungen, Bewerbungen sichten, Bewerbungsgespräche, Auswahlverfahren, Meetings…

Der Erfolg eines Teams hängt auch davon ab, die richtigen Leute auf die richtigen Positionen zu setzen. Im Voraus muss eruiert werden, ob der Bewerber sowohl fachlich als auch persönlich zur Aufgabenstellung passt. Gute Personalarbeit bedeutet, dass vorhandene Potential des Mitarbeiters auszuschöpfen und im Sinne der Unternehmensziele nutzbar zu machen. Und das bedeutet dem neuen Mitarbeiter die richtigen und wichtigen Informationen und Betreuung bereitzustellen. Das kostet Zeit, aber mittelfristig gedacht weniger als ein fehlgeschlagener Einarbeitungsprozess.

Hier finden Sie zum Einstieg in das Thema „Einarbeitung neuer Mitarbeiter“ einen hilfreichen Leitfaden, um die erste Einarbeitungszeit systematisch vorzubereiten. Damit steht ein erstes Grundgerüst, welches es anschließend zu stabilisieren gilt.

Im nächsten Teil der Artikelserie „Einarbeiten und Wissen“ werde ich Ihnen Möglichkeiten der Begleitung der Mitarbeitenachfolge vorstellen.

Brauchen Sie Hilfe beim Einarbeitungsprozess, dann nehmen Sie doch Kontakt mit mir auf.

 

 

 

Wie Sie Ihre Lernzeiten und Schulungskosten reduzieren können

Haben Sie schon mal ein Kleinkind beim Lernen beobachtet? Vorweg, Kinder lernen tatsächlich jede Minute, wenn sie wach sind (und das sind sie verdammt oft 🙂 ). Ich beobachte das täglich. Bei Kindern nennen wir das Lernen noch SPIELEN. Sie haben Spaß im neuen TUN. Im Arbeitsalltag wird selten von „Spaß beim Lernen“ gesprochen. Sicherlich kennen Sie das auch: Unzählig verlorene Schulungskosten und fehlinvestierte Lernzeiten. Aber warum? Wie lassen sich Schulungskosten rückfinanzieren? Und warum macht Lernen irgendwann keinen Spaß mehr?

Sicherlich gibt es viele Ursachen. Meine ganz persönlche Meinung ist jedoch, dass „falsch“ gelernt wird. Nämlich so ganz ohne Affinität und Freude. Oder kurz gesagt: Wenn Lernen keinen Spaß macht, wird es auf Dauer keinen Erfolg geben. Nennen wir es doch einfach erzwungenes Lernen. Und mit dem erzwungenem Lernen wird recht zeitig begonnen. „Stoffschütten in der Grundschule“ hatte ich irgendwo mal gelesen – und ja, stimmt irgendwie. In unserer Kultur lernen wir auf Vorrat. Und wie gewinnbringend das ist, kann sich nun jeder selber beantworten: Reproduzieren Sie doch mal die Biosynthese von Insulin in B-Zellen! Oder stellen Sie eine ganzrationale Funktion dritten Grades auf und führen Sie anschließend eine Kurvendiskussion durch! Das sind typische Abiturfragen. Viele konnten diese Fragen kurz nach der Prüfung noch beantworten. Aber was ist mit JETZT? War das langfristig investierte Lernzeit? Und hat Ihnen dieses Wissen Ihren Alltag spontan erleichtert?Und noch eine Frage: Was haben Sie sich aus der Schule an Wissen behalten? Ganz sicher das, an welchem Sie selbst Interesse hatten oder Sie konkret etwas TUN durften, oder?

Um es auf den Unternehmensalltag zu übertragen, müssen Sie sich fragen, wie Ihr „Weiterbildungs- und Schulungsplan“ für Ihre Mitarbeiter aussieht. Was haben meine Mitarbeiter für Interessen? Was bringen Sie für Fähigkeiten mit? Wo sehen sich meine Mitarbeiter in 5 Jahren? Diese Informationen über Ihre Mitarbeiter sind enorm wichtig, um mit einer Weiterbildungsmaßnahme langfristig für das Unternehmen erfolgreich zu sein.  So…und jetzt mal ganz ehrlich: Lernen Ihre Mitarbeiter auf Vorrat oder im Tun/ mit Spaß?

Viele Klein- und Mittelständische Unternehmen haben sich darüber sicher noch nie Gedanken gemacht: Lernen, Spaß und digitales Zeitalter. Und ich spreche nicht von der Facebook-Unternehmensseite 🙂 . Es sind neue Lernmethoden, wie zum Beispiel Performance Support oder auch Augmented Reality, bei denen weniger auf Vorrat gelernt wird, sondern viel mehr in der konkreten Arbeitssituation. Es verzahnen sich Lernen und Praxis. Auch wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Mensch im Tun am besten lernt. Das Gehirn nimmt bis zu 70% seines Wissens beim konkreten Tun auf.  Nur 1/5 des Wissens erwerben wir, wenn wir jemanden „nur“ zuschauen.

Bei der Carl Zeiss AG wird auch mittels der Lernmethode Augmented Reality gelernt. Dabei ergänzen animierte Elemente die echte Welt. Ganz ähnlich wie beim Handy-Spiel „Pokémon Go“. Nur das keine Fanatasietiere an der Produktionsstraße warten, sondern Animationen der Maschinen, Erklärtexte, Beschriftungen. Das alles kann der Nutzer interaktiv mittels seines Tablets oder vielleicht auch bald über die AR-Brille sehen und erarbeiten. Beim oben genannten Performance Support könnte man schon fast von „altem Wein in neuen Schläuchen“ sprechen. Im Moment der Leistungserbringung erhält man bei Bedarf Unterstützung. Früher war Performance Support, einen Kollegen zu fragen oder das Handbuch aus dem Büroschrank zu nehmen, um seine Frage beantwortet zu bekommen. Heute läuft das ähnlich – allerdings zeit- und ortunabhängig. So sind wir es bei unserer täglichen Suche mittels Suchmaschinen schlichtweg gewöhnt. Aber wie? Es gibt unzählige Möglichkeiten: Videos, interaktive Foren bei MOOCs, Twitter-Chats, einfache Spiele, Slide Shows…

Es gibt kein Lernpatentrezept. Und es muss auch nicht zwingend digital sein. Nicht diese oder jene Methoden bringen den meisten Lernerfolg. Ein offenes und flexibles Lern(-management)system ist wichtig. Außerdem MUSS der Lernende mit seinen Interessen im Mittelpunkt stehen und mit den Unternehmensinteressen intelligent verknüpft werden. Denn so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Schulungskosten und Lernzeiten sinnvoll und nachhaltig investiert werden. Das stärkt auch die Mitarbeiterbindung und so bleibt auf Dauer das Wissen im Unternehmen. Also: Wie lernen Sie am besten? Wie Ihre Mitarbeiter? Was sind Ihre Erfahrungen? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

#Blogpause

Liebe wissenswertes-blog-Leser,

wissenswertes-blog geht in die Sommerpause und ist im Herbst wieder für Sie mit neuen Artikeln und Beiträgen rund um das Thema Wissensmanagement da. Damit Sie wissenswertes-blog jedoch nicht zu sehr vermissen 🙂 , möchte ich Ihnen gern folgende Top-Beiträge zum Schmökern vorschlagen:

Wenn Sie doch das ein oder andere von wissenswertes-blog lesen möchten, dann folgen Sie mir einfach auf Twitter oder venetzen Sie sich mit mir auf Xing. Haben Sie Fragen oder möchten einfach so mit mir plauschen 🙂 , dann hinterlassen Sie mir doch hier eine Nachricht. Gern können Sie mir natürlich auch eine Mail auf kontakt@wissenswertes-blog.de schreiben.

Ich wünsche Ihnen einen tollen Sommer!

6 Möglichkeiten, um seine digitalen Arbeitsmaterialien richtig zu organisieren – Teil 4: Arbeiten mit Evernote

Sicherlich kennen Sie auch diese unheimlich praktischen Klebezettel. Meist in der Farbe gelb und eigentlich ganz sinnvoll. Mit einem Klebezettel fängt es an und ehe man sich versieht, ist der gesamte Arbeitsplatz einschließlich die Zimmertapete mit den gelben Klebezettel tapeziert. Verstehen Sie mich nicht falsch. Zum gegebenen Zweck sind diese Teile wirklich nützlich, aber zum Sammeln, Ordnen und Finden von (vielen) Notizen gänzlich unpraktikabel. Da gibt es Besseres. Besonders um seine digitalen Arbeitsmaterialien richtig zu organisieren. Dieser Artikel ist Teil der Serie: 6 Möglichkeiten, um seine digitalen Arbeitsmaterialien richtig zu organisieren. Im ersten Teil der Serie konnten Sie den RSS kennenlernen und erfahren, wie dieser Ihnen im effektiven Umgang mit Ihren Arbeitsmaterialien helfen kann. Im zweiten Teil konnten Sie lernen, wie Sie Webseiten verschiedener Browser abspeichern und erhielten 3 nützliche Tipps, wie Sie Ihre Dateien perfekt digital organisieren. Der dritte Teil stellte Ihnen den Mikroblogging-Dienst Twitter vor und zeigte, wie Ihnen dieser bei der Organisation Ihrer digitalen Materialien helfen kann. Im heutigen vierten Teil möchte ich Ihnen gern Evernote als ein sehr praktisches Handwerkszeug zum Sammeln, Ordnen und Finden von digitalen Notizen vorstellen. Gespannt? Na dann los geht´s! Hier weiterlesen

Warum Sie nicht alles digitalisieren sollten – GPS im Kopf

Im heutigen Beitrag hat wissenswertes-blog wieder die Ehre einen Artikel von Dr. Christian Peter Oehmichen veröffentlichen zu dürfen. Die Digitalisierung ist ein wichtiger zukunftstragender Prozess, der nicht mehr aufzuhalten ist. Und Wir können nur erahnen, wie unser Leben und unsere Arbeitswelt in 50 Jahren aussehen mag. Der folgende Artikel wird Ihnen eine ganz andere „Arbeitswelt“ aufzeigen. In Zeiten des Digitalisierungsbooms sollten Wir  nicht verlernen, dass Wir noch viele andere Möglichkeiten haben, mit unserem Wissen umzugehen und diese auch nutzen sollten. Hier weiterlesen

6 Möglichkeiten, um seine digitalen Arbeitsmaterialien richtig zu organisieren – Teil 3: Arbeiten mit Twitter

Sie sind ein Experte für ein spezielles Thema? Sie müssen in diesem Thema immer UpToDate bleiben, weil Sie sonst den Anschluss verlieren? Und Sie fragen sich, wie Sie sich am effektivsten mit der heutigen Informationsflut und Ihrem Themenbereich auseinandersetzen? Dann sind Sie hier genau richtig. Denn hier folgt der dritte Teil der Serie: 6 Möglichkeiten, um seine digitalen Arbeitsmaterialien richtig zu organisieren. Im ersten Teil konnten Sie den RSS kennenlernen und erfahren, wie dieser Ihnen im effektiven Umgang mit Ihren Arbeitsmaterialien helfen kann. Im zweiten Teil konnten Sie lernen, wie Sie Webseiten verschiedener Browser abspeichern können und erhielten 3 nützliche Tipps, wie Sie Ihre Dateien perfekt digital organisieren. Im heutigen Teil möchte ich Ihnen den Mikroblogging-Dienst Twitter vorstellen und Ihnen zeigen, wie Ihnen dieser bei der Organisation Ihrer digitalen Materialien helfen kann. Hier weiterlesen

Ein Geheimnis, welches Sie über erfolgreiche Unternehmen wissen sollten

Megatrends, wie Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Arbeit 4.0 oder aber auch die Digitalisierung stellen den Erfolg eines Unternehmens auf eine harte Probe. Darum ist es heute für Unternehmer umso wichtiger, das Wissen seiner Mitarbeiter mit effektiven Maßnahmen aufzugreifen, im Unternehmen weiterzugeben und zu sichern. Aber was, wenn die Mitarbeiter nicht bereit sind, Ihr erfolgskritisches Wissen ihrem Unternehmen bereitzustellen? Liegt es an den Mitarbeitern? Ist es nicht das Beste, diese dann zu kündigen? Schließlich sind sie nicht bereit, alles für IHR Unternehmen zu geben! Oder ist der Grund, dass das Wissen nicht geteilt wird, vielleicht ein anderer? Liegt es womöglich am Unternehmen? Dem Umfeld oder an Ihnen? Hier weiterlesen