Exzellente Wissensorganisation 2018

Es ist Mittwoch Abend und ich sitze im Zug Richtung Heimat. Mir schwirrt  der Kopf. Ich denke die ganze Zeit: Was für ein BARCAMP!! Zwei so intensive Tage  mit so vielen tollen Menschen, Gedanken, Wissen liegen hinter mir… Der erste Tag stand unter dem Stern AUGENHÖHE. Es ging um so viel mehr als ausschließlich um neue Arbeits- und Lernwelten. In einer der vielen bereichernden Sessions sprachen wir von „Entscheidungen treffen“. Mein Aha-Erlebnis war, dass es gerade heute wichtiger den je ist, einen sicheren Rahmen in der Unsicherheit und Unordnung zu schaffen. Für jedes Unternehmen kann das anders aussehen. Für RealExperts sind es die unwideruflich gesetzten Werte: Vertrauen, Loyalität, Ehrlichkeit und Transparenz. Dieser Rahmen muss unerschütterlich sein! Unsere Werte sind das, worauf wir uns jederzeit verlassen möchten – komme was wolle!  Unser Highlight: Wir durften ein Interview mit Daniel Trebien von AUGENHÖHE führen. Es war ein gutes Gefühl zu hören, dass noch mehr Menschen auf Augenhöhe miteinander arbeiten möchten und das das Befähigen von Mitarbeitern, aber auch gegenseitiges Vertrauen dabei eine enorm große Rolle spielen.  Den Abend  krönte die Preisverleihung des Awards Exzellente Wissensorganisation 2018. Zu den Finalisten gehörten:

  • A1 Austria Telekom AG
  • Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation
  • K.F.F. Mettenheim e.V.
  • New Communication GmbH & Co.KG
  • ThyssenKrupp Steel Europe AG.

Die Unternehmen könnten nicht unterschiedlicher sein. Aber was all diese Organisationen verbindet ist, dass sie die Relevanz des ganzheitlichen Umgangs mit Wissen erkannt und diesen auch organisiert haben. Alle 5 sind visionäre Unternehmen und waren zu Recht im Finale des diesjährigen Awards. Die folgenden 3 haben die Auszeichnung Exzellente Wissensorganisation 2018 erhalten:

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Die thyssenKrupp Steel Europe AG gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl. Mit seinen knapp 20000 Mitarbeitern liefert ThyssenKrupp in verschiedenste Industriezweige. Die wissensorientierte Führung zeigt sich in den systematischen Ansätzen, wie zum Beispiel die Förderung von Beteiligungsgruppen, die gemeinschaftlich Verbesserungen an Prozessen und Anlagen entwickeln. Die starke IT-Infrastruktur, aber auch die offene Unternehmenskultur unterstützen die guten Informationsflüsse und das Teilen von Wissen.

New Communication GmbH & Co. KG ist ein Full-Service-Anbieter für Kommunikationsleistungen. Hier wurde ein Wissensmanagement-Handbuch „Mission Kompetenz“ entwickelt, in welchem alles zum Thema Wissensaufbau und -organisation kodefiziert und für alle einsehbar ist. In der Kompetenzmatrix ist jedem Mitarbeiter ein Themengebiet zugewiesen, für das er Experte ist und sich entsprechend fortbildet. Durch das regelmäßige Veröffentlichen von Fachartikeln wird konsequent ein fachlicher Reputationsaufbau betrieben. Das Teilnehmen an Weiterbildungen und der Wissensaufbau und -transfer wird zudem im transparenten Gehaltssystem honoriert.

Der Fußball-Freizeitverein K.F.F. Mettenheim e.V. hat auf Grund der wachsenden Vereinsgröße eine ausgezeichnete Datenbasis, mit der der Verein zielgerichtet gelenkt und gesteuert werden kann. Durch ein intergriertes Managementsystem wird ein nachhaltiger Umgang mit der Ressource „Wissen“ gelebt. Die Vereinskultur ist geprägt durch die „barrierefreie Kommunikation“ zwischen den einzelnen Sparten, Themengruppen und Bereichen. Die damit verbundenen Tools und Systeme, wie u.A. Benchmark, Lessons-Learned, Wissensbilanz erlauben schnelle Entscheidungen.  So ist es dem Verein möglich dynamisch und agil auf Mitgliederwünsche und strukturelle Vorgaben zu reagieren.

Herzlichen Glückwunsch!

Der zweite Tag war ganz dem Thema Wissensmanagement gewidmet. Es ging um Wissensfürsten/ Bereichsfürsten, Microlearning, Communitymanager, Wertschätzung und so vieles mehr! Auch hier ist mir eine Session ganz besonders in Erinnerung geblieben. Es ging ums „Nichtwissen“. Wo es Wissen gibt, gibt es natürlich auch Nichtwissen. Wir sprachen über Decartes Irrtum, über heiliges Führen (heißt Hierarchie!), Widerstand und (wieder!) Vertrauen. Und auch hier hatte ich so einige Aha-Momente. Einer davon war, dass es manchmal noch nicht Zeit ist, um etwas ganz Bestimmtes zu wissen. Dann sollte man es ruhen lassen und dem ganzen Zeit geben – und vertrauen. Seinen Kollegen, seinen Vorgesetzten und seinem Umfeld.

Liebe Leser! Nach dem Aufruf ist vor dem Aufruf. In drei Jahren können Sie sich wieder bewerben! Wenn sie mehr wissen möchten, dann schauen Sie doch mal auf der Wissensexzellenzseite vorbei!